Deutscher Kabarettpreis 2015

Josef Brustmann – Pressestimmen

Josef Brustmann


DEUTSCHER KABARETT-PREIS 2015

Der Sonderpreis des Deutschen Kabarett-Preises 2015 - gestiftet von der Stadt Nürnberg, verliehen vom nürnberger burgtheater geht an den Kabarettisten und Musiker JOSEF BRUSTMANN.

Versucht man den Musiker, Multi-Instrumentalisten, Lyriker und Kabarettisten Josef Brustmann in eine Schublade zu stecken, ist man verloren.
Seine Vielseitigkeit zeichnet ihn aus - ob als Solo-Kabarettist in absurd-valentinscher Tradition, als poetischer Bühnenpartner von Marianne Sägebrecht bei den „Sterbeliedern fürs Leben“ oder als ehemaliges Mitglied des Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinns.
Josef Brustmann spielt sich nie als Platzhirsch in den Vordergrund, sondern besticht mit leisen, tiefgründigen Tönen.
Eine wohltuende und wichtige Ausnahmeerscheinung im oft so lauten Kabarettbetrieb.

Pressemitteilung des nürnberger Burgtheaters | Januar 2016


AUSGEFUCHST UND NICHTS FÜR HASENFÜSSE

AUSGEFUCHST UND NICHTS FÜR HASENFÜSSE
Josef Brustmann gehört nicht zur Riege der hyperventilierenden Comedians, die sich derzeit in Fernseh-Shows lautstark in Rage schreien. Er ist vielmehr ein multitalentierter Kabarettist und Musiker, der - feinsinnig und humorvoll zwischen Realität und Kabarett oszillierend - von seiner Kindheit und dem Leben in einem Kosmos der besondern Art erzählt: dem Bundesland Bayern.
2015 erhielt er für seine humorvoll-listigen und musikalisch von traditionellen Instrumenten brillant unterstützten Texte den Deutschen Kabarett- Sonderpreis.

Rhein-Neckar-Zeitung | 17.1.2017


LEBENSWEISHEITEN VOLLER WORTWITZ UND GALGENHUMOR

Musik-Kabarettist Josef Brustmann begeistert mit sarkastischen Texten und hintergründigen Liedern im oberbayerischen Slang

Heilbronner Stimme | 14.3.2017


AC/DC AUF DER ZITHER

Kabarettist Josef Brustmann gibt den kantigen Süddeutschen und begeistert damit das norddeutsche Publikum

Kabarettist Josef Brustmann gibt den kantigen Süddeutschen und begeistert damit das norddeutsche Publikum

Norddeutsche | 23.10.2016


EIN GLANZPUNKT DER LACHMESSE

Bissiges und Poetisches von Josef Brustmann bei den Academixern - hinreißender Lachmesse-Besuch des oberbayerischen Kabarettisten bei den Academixern

Mark Daniel Es ist die berührendste Szene des Abends, und sie steht für Josef Brustmanns Blick auf das Dasein und die Kunst: Mittels Ventilator lässt der Kabarettist einen kleinen Drachen in den Bühnenhimmel des Academixer-Saals steigen. Stumm, lächelnd und verzückt verharrt er, läßt die Zeit fließen, den Drachen schweben. Ein Stück Freiheit, das er sich nimmt, ein Stück Poesie zwischen der Atemlosigkeit anderer Kollegen, symbolisch für das ganze Programm, „Ich bin so frei“, heißt es. Ein Glanzpunkt bei der noch jungen 26. Lachmesse.
Eine Pose oder Rolle hat dieser Mann nicht nötig. Umzingelt von seinen Instumenten steht er einfach da, fängt an zu plaudern - und hat das Publikum am Haken. Keine zwei Atemzüge liegen zwischen knorrig-verschmitzt erzählten Witzen („Haben Sie noch Restalkohol?“ - „Ich hasse diese Bettelei!“) und bösartiger Breitseite gegen Kindesmissbrauch bei den Domspatzen („Lieber den Spatz in der Hand….“) Im bedächtigen Ton des vom Bodensatz der Erfahrungen Schöpfenden dröselt er auf, daß die Wahl auch Urnengang genannt wird, weil die Demokratie längst tot ist - wenn ein Graf Lambsdorff, ein Roland Koch, ein Wolfgang Schäuble trotz aller Korruptionsvergehen noch politische Verantwortung tragen dürfen. Anklage im agitierenden Sinne ist Brustmanns Sache nicht. Der Oberbayer schneidet gelassen wie ein altgedienter Chirurg in Wunden.
Ein bodenständiger, sympathischer Urtyp, der einerseits über seine oberbayerische Heimat herzieht („Wolfratshausen, das Mausoleum der gescheiterten Kanzlerkandidaten“), andererseits bei aller Ironie die Liebe zum heimatlichen Liedgut pflegt. Multiinstrumentalist Brustmann bedient die Zither, spielt an der Gitarre, an einer alten Wanderorgel und zieht am Akkordeon. Musikalische Tupfer, inbrünstig bis zärlich, ungemein feinsinnig ebenso wie derb. So vielfältig die Spielarten, so facettenreich die Themen und der Umgang mit ihnen. Denn neben den gelegentlichen Exkursionen ins Politische streift der 61-jährige von allem durch den Alltag, filetiert ihn mal verschmitzrt und spitzbübisch, mal lyrisch bis philosophierend. Und immer wieder geht es um die Freiheit. „385 Fernsehkanäle - ist das Freiheit oder ein Gefängnis?“ fragt er suggestiv. Die postkartenhafte Idylle am Starnberger See beschreibt er zunächst in sanften Farben und zerdeppert das Malerische mit dem Satz: „Unser Herrgott ist ein schwuler Dekorateur.“
Den absurd-köstlichen Bauernregeln folgt das mundartlich stark gefärbte Almlied, später reitet sein Jugendfreund „Franz, der Häuptling Abendwind“ durch die Freiheit eines Kinderreservats, und hier weht spürbar auch die Melancholie von der Bühne. Nichts von alledem wirkt je künstlich, als aufgepflanzte Haltung , alles wächst natürlich aus Erinnerung und Erkenntnis eines Mehrfach-Begabten. Denn der studierte Musiker und frühere Musiklehrer Brustmann ist auch Objekt- und Installationskünstler, wie die Luftmaschine beweist.
Nach der Pause holt er einen Zuschauer hoch, um auf der kleinen Orgel „König-Knecht“ zu spielen. Brustmann bedient auf den Knien die Pedalen, der Gast auf ihm sitzend die Tasten. Unangekündigterweise folgt kurz darauf der Rollentausch. Hier ist es noch ein unernstes Spiel mit der Macht und doch ein Verweis.
In einem Volkslied wettert Brustmann gegen die Bigotterie der Kirche, entspannt sich beim Drachensteigen, schwärmt von der Freiheit, die die Blue Jeans vermittelte, und rockt an der verzerrten Zither zur kleinen rotierenden Disco-Kugel A/DCs „Highway To Hell“. Ein herrlicher Kerl, ein faltengesichtiger Junge, der das Spielen neben die Satire stellt. Grandios zum Schluss: der Fragebogen: „Wenn ein Mann ohne sein Frau dasitzt und eine Meinung hat - hat er trotzdem Unrecht?“
Das hat wohl auch etwas mit Freiheit zu tun.

Mark Daniel in: Leipziger Volkszeitung | 19.10.2016


Bayern 2 - Kulturwelt

Josef Brustmanns neues Programm "Ich bin so frei"

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kulturwelt/brustmann100.html

Bayern 2 Radiokritik | 7.11.2011